Integration von Medizinprodukten in IT-Netzwerke – Normen, Security, Technik

Die Verbindung von Medizinprodukten mit IT-Produkten zu medizinischen IT- Netzwerken, bietet eine breite Palette an innovativen Funktionalitäten. Hierbei steht die Effektivität von klinischen und organisatorischen Abläufen zum Wohle des Patienten im Mittelpunkt dieser Funktionalitäten. Für die Realisierung und Erhaltung der Effektivität ist eine stark zunehmende medizinische IT-Vernetzung und damit notwendiges Wissen in Bereich der IT-Netzwerktechnik erforderlich.

In diesem Einführungsseminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wesentlichen Netzwerkprotokolle und Kommunikationsverfahren kennen um Medizinprodukte in IT-Netzwerke zu integreiren. Anhand von Praxisbeispielen wird die Einbindung von Medizinprodukten in IT-Netzwerke verdeutlicht. Weiter lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Funktionenbeschreibung der IT- Netzwerkkomponenten, Redundanz- und Netzwerksicherheitstechniken kennen. Dadurch können sie konzeptionelle bzw. technische Aspekte und Funktionen in der IT- Netzwerktechnik besser verstehen und beurteilen.

Ebenso erlernen sie leichter mögliche Schwachstellen in medizinischen IT-Netzwerken zu erkennen und können somit direkt einen Beitrag zum Risikomanagement nach IEC 80001-1 leisten. Sie erfahren welche netzwerktechnischen Strukturdesigns und inhaltliche Punkte der Normen ISO 27001 und IEC 80001-1 für den Betrieb einer medizinischen IT-Netzwerkinfrastruktur erforderlichen und relevant sind.

Bei der Erstellung einer Kommunikationsmatrix, lernen und erstellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für sich eine exemplarische Netzwerkdokumentation zu gestalten, mit der sie in der Lage sind, selbst Kommunikationsabhängigkeiten in einem medizinischen IT-Netzwerk zu erkennen. Darauf aufbauend können sie im Fehlerfall eine korrekte Netzwerkdiagnose durchführen und ein nachvollziehbares Fehlerbild dokumentieren. Die Netzwerkdokumentation dient zugleich als Teil der Risikomanagementakte, wie sie in der Norm IEC 80001-1 gefordert wird.

Inhalt des Einführungsseminars:

Modul 1/Tag 1 (09:00 – 17:00)

  • LAN Standard, Aufbau und Funktion von Ethernet
  •  LAN Bandbreiten und LAN Schnittstellen im Überblick    LAN Switch Funktion
  • LAN Designs (Access, Distribution, Core)
  • Kommunikation im LAN (Unicast, Multicast, Broadcast, Anycast)   VLAN Strukturen, Aufbau und Funktion von VLANs
  •  Redundanzen im VLAN, Spanning-Tree Protokolle im Vergleich (STP, RSTP, MSTP)

Modul 2/Tag 2 (09:00 – 17:00)

  • Aufbau von IP-basierenden Netzwerken im Überblick (ARP, IP, TCP, UDP, DHCP)     First Hop Redundancy im Überblick und Vergleich (HSRP, VRRP, GLBP)
  •  Routing im LAN und WAN im Überblick, Routing-Protokolle im Vergleich
  •  Bedeutung  von  Quality  of  Service  (DSCP,  CoS)  in  Bezug  auf  medizinische  IT- Netzwerke
  •  Technische  Netzwerk-Security,  Überblick  über  Funktion  und  Anwendung  von Security-Devices(Firewall, IDS/IPS, ACL)

Modul 3/Tag 3 (09:00 – 17:00)

  • Aufbau und Gestaltung   einer Kommunikationsmatrix,   Dokumentation von Netzwerken
  •  Aufzeigen von Gefahren im LAN und WAN (Beispiele von Attacken im Netzwerk)
  • Organisatorische Netzwerk-Security, Überblick über die ISO 27001 Informationssicherheits-Management-Systeme (ISMS)
  • Risikomanagement  für  medizinische  IT-Netzwerke  IEC  80001-1  Aufbau  und Nutzen der Norm
  • Anleitung zur Integration von Medizinprodukten in IT-Netzwerke

Zielgruppe:

Medizintechniker, Medizintechnik-Fachplaner, Projektleiter im Krankenhausumfeld.

TeilnehmerInnenanzahl: 4 – max. 8 TeilnehmerInnen

Kosten pro TeilnehmerIn: 1.290,00 exkl. MwSt. (20%)

Veranstaltungsort: Wien, Inhouse-Seminar (D-A-CH)

Termine auf Anfrage an office@vertex-activity.com


Grundlagen Medical-IT im Gesundheitswesen

Die Vernetzung von Medizinprodukten mit IT-Produkten zu medizinischen IT-Systemen, bietet zum einem eine breite Palette an innovativen medizinischen Funktionalitäten, zum anderen müssen derartige medizinische IT-Systeme den schnelllebigen Anforderungen der IT entsprechen. Einige Gesetze und Richtlinien aus der „medizintechnischen Welt“ müssen bei der Planung und Betrieb von medizinischen IT-Systemen berücksichtigt und mit Aspekten aus der „IT Welt“ kombiniert bzw. in Einklang  gebracht werden. Für die Realisierung und Betrieb einer stark zunehmenden medizinischen IT-Vernetzung ist notwendiges Wissen in Bereichen der Medizintechnik erforderlich.

In diesem Einführungsseminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wesentlichen Inhalte der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV), des Medizinproduktegesetzes (MPG), Aspekte der Patientensicherheit (Safety) und die für die Medizintechnik relevanten Normen kennen.

Weiter lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die gängigen vernetzbaren Medizinprodukte und medizinischen Systeme in ihren Grundzügen kennen. Dazu zählen bildgebende Systeme, Picture Archiving and Communication System (PACS), Patientenmonitoring, Systeme auf IMC-/ICU-Stationen und verteilte Alarmsysteme (VAS), sowie Patientendatenmanagementsysteme (PDMS) und Krankenhausinformationssystem (KIS). Dadurch können sie konzeptionelle bzw. technische Aspekte und Funktionen in der Medizintechnik  besser verstehen und beurteilen.

Inhalt des Einführungsseminars:

Modul 1/Tag 1 (09:00 – 17:00) – Begriffsdefinitionen und kleine Rechtskunde

  • Was ist ein Gesetz?
  • Was ist das Medizinproduktegesetzes (MPG)
  • Was ist die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV)
  • Was ist ein Medizinprodukt und welche Unterschiede gibt es? (MP Klassifizierung)
  • Was ist eine Norm?
  • Überblick Normen in der Medizintechnik und der IT
  • Was bedeutet eigentlich Medical IT?
  • Was ist ein klinischer Behandlungspfad?
  • Wie stehen Systemsicherheit, Funktionssicherheit und Patientensicherheit zu einander?
  • Was bedeutet IT Sicherheit in der Medical IT?
  • Was leistet der branchenspezifische Sicherheitsstandard für Medical IT?

Modul 2/Tag 2 (09:00 – 17:00) – IT Sicherheit das Fundament der Medical IT

  • Was bedeutet IT Sicherhit in der Medical IT?
  • Wie gestaltet sich das Informationssicherheitsmanagement im Medical IT Umfeld (ISO 27001)?
  • Wie gestaltet sich Risikomanagement für medizinische  IT-Netzwerke  (IEC  80001-1)?

Modul 3/Tag 3 (08:00 – 12:00) – Administrative klinische Systeme im Überblick

  • Krankenhausinformationssystem (KIS)
  • Laborinformationssystem (LIS)
  • Nuclearmedizinisches Infomormationssystem (NIS)
  • Radiologieinformationssystem (RIS)

Modul 3/Tag 3 (13:00 – 17:00) – Medizinische Systeme im Überblick

  • Patientendatenmanagementsysteme (PDMS)
  • Bildgebende Systeme. Picture Archiving and Communication System (PACS)
  • Medizinprodukte in der IMC und ICU (Monitoring Systeme, Beatmungssysteme, Dialysesysteme, Infusionspumpen, Betten)
  • Verteilte Alarmsystem (VAS) und vernetzbare Rufanlagen
  • Spezialsysteme z.B. Telemanipulatoren (OP-Roboter)

Zielgruppe:

IT-Netzwerktechniker, Projektleiter im Krankenhausumfeld, IT-Fachplaner, Medizintechnik-Fachplaner, Projektleiter im Krankenhausumfeld.

TeilnehmerInnenanzahl: 4 – max. 8 TeilnehmerInnen

Kosten pro TeilnehmerIn: 1.290,00 exkl. MwSt. (20%)

Veranstaltungsort: Wien, Inhouse-Seminar (D-A-CH)

Termine auf Anfrage an office@vertex-activity.com


Rufanlagen in IT Netzwerke

Die Anbindung und der Betrieb von netzwerkfähigen Rufanlagen in IT Netzwerke wird bereits seit einigen Jahren praktiziert und wird in der nahen Zukunft noch zunehmen. Dieses Seminar soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundsätzlich für den Einsatz derartigen Rufanlagen in IT Netzwerken sensibilisieren und Aufschluss darüber geben, wie die Norm DIN VDE 0834:2016 in Hinblick auf vernetzbare Rufanlagen zu interpretieren ist.

In diesem Seminar erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über die wesentlichen Inhalte der der DIN VDE 0834:2016. Weiter lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die gängigen technischen Vernetzungsmöglichkeiten in ihren Grundzügen kennen. Zu diesen Vernetzungsmöglichkeiten  zählen LAN, LAN-Switching, VLAN, IP-Routing, WLAN und die Priorisierung von zeitkritischen Daten mit Quality of Service (QoS). Ebenso werden die technischen und funktionellen Unterschiede von Rufanlagen (RA), verteilten Informationssystemen (VIS) und verteilten Alarmsystemen (VAS) erläutert. Weiter erlernen die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Hand von Beispielen wie eine Risikoanalyse nach IEC 80001-1 (Wird in der DIN VDE 0834:2016 gefordert!) durchgeführt wird. Außerdem worauf es bei der Beschaffung, Planung, Betrieb und Instandhaltung von Rufanlagen, VIS und VAS ankommt. Dadurch können sie konzeptionelle, organisatorische und technische Aspekte und besser verstehen und beurteilen.

Inhalt des Einführungsseminars:

Modul 1/Tag 1 (09:00 – 17:00) – Begriffsdefinitionen, Normenkunde, technische Aspekte

  • Was deckt die DIN VDE 0834:2016 ab?
  • Wie sieht die DIN VDE 0834:2016 die Vernetzung von Rufanlagen?
  • Worin liegen die Unterschiede zwischen Rufanlagen, VIS und VAS?
  • Worauf muss bei der Vernetzung von Rufanlagen, VIS und VAS geachtet werden?
  • Welche Vernetzungsmöglichkeiten gibt es? Welche Technologien werden verwendet?
  • Worauf muss bei der Beschaffung von Rufanlagen, VIS und VAS berücksichtigt werden?

Modul 2/Tag 2 (09:00 – 17:00) – Fallbeispiele: Rufanlage, VIS, VAS

  • Wie gestaltet sich Risikomanagement für medizinische  IT-Netzwerke  (IEC  80001-1) im Fall einer Rufanlage, VIS/VAS?
  • Planung einer Rufanlage in einem IT Netzwerk
  • Planung eines VIS in einem IT Netzwerk
  • Planung eines VAS in einem IT Netzwerk

Zielgruppe:

IT-Netzwerktechniker, Projektleiter im Krankenhausumfeld, IT-Fachplaner, Medizintechnik-Fachplaner, Projektleiter im Krankenhausumfeld, Haus-/Nachrichtentechniker, Planer von Rufanlagen.

TeilnehmerInnenanzahl: 4 – max. 8 TeilnehmerInnen

Kosten pro TeilnehmerIn: 960,00 exkl. MwSt. (20%)

Veranstaltungsort: Wien, bzw. Inhouse-Seminar (D-A-CH)

Termine auf Anfrage an office@vertex-activity.com



Alle Fortbildungsinhalte werden herstellerunabhängig vermittelt.

Alle Vertex Activity Seminare werden auch als Inhouse-Seminar angeboten. Hier ergeben sich Kostenvorteile durch den Entfall von Reisekosten, Anmietung externer Räumlichkeiten, Verpflegung und Nutzung der Systeme bzw. Anlagen Vorort.